Experten-Tipps für den perfekten Hausbooturlaub

Posted by uger on Mai 29th, 2012 at 01:37pm

Spaß für die Kids, Ruhe und Entspannung für die Erwachsenen: Ein Hausboottrip ist der perfekte Familienurlaub. Damit bei der Planung und während der Hausbootferien nichts schief geht, haben wir hier Wissenswertes und hilfreiche Tipps für Sie zusammengestellt.

Reisezeit

Dank Heizungen ist Hausbooturlaub in Irland, Deutschland, Holland und anderen europäischen Ländern von März bis November möglich. Die Mietpreise sind in der Nebensaison günstiger, allerdings sollten Sie dann auf verkürzte Schleusenzeiten achten. Auch die Temperaturen und die Anzahl der Sonnenstunden variieren natürlich.

Region und Tour

Bei der Auswahl der Region sollten Sie die Anreisemöglichkeiten beachten. In Irland und Portugal ist es z. B. sinnvoller, mit dem Flugzeug anzureisen und für die Fahrt zur Marina einen Mietwagen zu nehmen. In Frankreich und Holland können Sie auch bequem mit dem eigenen Auto anreisen. Außerdem sollten Sie sich informieren, ob Baden vom Hausboot aus erlaubt ist und ob Sie einen Bootsführerschein benötigen (in den meisten Regionen können Sie führerscheinfrei Hausboote mieten). Sie können auch entscheiden,  ob Sie eine schleusenfreie Strecke oder eine Route mit Schleusen bevorzugen. Je nach Region finden Sie automatische oder manuell zu bedienende Schleusen vor.

Ob eine Rundtour oder eine Einwegtour schöner ist, ist sehr subjektiv. Manche Hausbooturlauber meinen, auf einer Einwegtour gibt es mehr zu sehen und zu erleben. Allerdings muss man hier bei vielen Hausboot-Vermietern eine Überführungspauschale für Boot und das eigene Auto zahlen.

Bootgröße und Ausstattung

Sie können Hausboote für zwei bis zwölf Personen mieten. Es ist empfehlenswert, das Hausboot immer etwas größer zu wählen, so dass für alle Personen ein Bett in den Doppelkabinen vorhanden ist. Zwar kann in der Regel die Sitzgelegenheit im Salon auch in ein Bett umgebaut werden, damit sollten Sie möglichst aber nicht planen (maximal Familien mit Kindern). Gerade bei längeren Touren über zwei  Wochen sollte das Boot lieber größer gewählt werden, damit genügend Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind. Vier Personen sollten ein Boot für sechs nehmen, sechs Personen eins für zehn.

Ein zusätzliches Beiboot (mit Außenbordmotor) ist toll, um kleine Erkundungstouren machen zu können. Dies können Sie bei fast allen Vermietern bei der Anmietung hinzu buchen.  Sie können ebenfalls Ihre Fahrräder mitbringen, dazu buchen oder in den Häfen für Landausflüge entlang der Strecke ausleihen.

Bettwäsche und Handtücher sind bei vielen Vermietern bereits im Mietpreis enthalten. Hier lohnt sich ein Vergleich.

Alle Hausboote verfügen über eine voll ausgestattete Küche mit Gasherd und (kleinem) Kühlschrank, Toilette, Dusche sowie Warm- und Kaltwasser. An kühlen Tagen oder abends steht eine Heizung zur Verfügung, für Unterhaltung ist dank Fernsteher, Radio, teilweise auch DVD gesorgt. Und zur Sicherheit sind Schwimmwesten, Feuerlöscher und Verbandskasten  an Bord.

In der Regel erhalten Sie von Ihrem Vermieter Kartenmaterial für die Region. Es schadet aber nicht, wenn Sie schon vor Urlaubsbeginn mal einen Blick auf eine Wasserkarte werfen und sich eine Tour überlegen. Auch eine App für Ihr Smartphone mit Infos zu den Marinas und Yachthäfen kann sinnvoll sein (z.B. Marina Guide).

Gepäck und persönliche Ausrüstung

In einem Hausboot sind Koffer aus Platzgründen nicht geeignet, nutzen Sie lieber einen Seesack oder eine Reisetasche für Ihre Kleidung. Ganz wichtig sind rutschfeste Schuhe für die Zeit auf dem Boot, möglichst mit heller Sohle, um keine Schlieren zu hinterlassen. Für den Landgang benötigen Sie separates Schuhwerk und evtl. Badelatschen. Auch im Sommer empfiehlt sich eine regen- und winddichte atmungsaktive Jacke sowie lange Hosen und Hemden und dünne Pullover, denn abends kann es kühl werden und auf dem Wasser weht häufig ein stärkerer Wind. Wer empfindliche Hände hat, sollte ein Paar dünne Handschuhe für die Arbeiten auf dem Boot einpacken.

Beachten Sie, dass Sie Fön und elektrische Rasierer meist nur bei Landstrom betreiben können. Bei Reisen im Ausland vergessen Sie den Steckdosenadapter nicht. Und um Handy und Kamera aufzuladen sollten Sie ein 12 Volt Ladekabel (Zigarettenanzünder) dabei haben.

Da Sie bei einem Hausbooturlaub viel draußen sind: eine extragroße Flasche Sonnencreme und evtl. einen Sonnenhut einpacken und den Mückenschutz nicht vergessen! Für die Abende (v.a. mit Kindern) empfiehlt es sich, ein paar Spiele dabei zu haben.

Lebensmittel besorgen Sie einfach in den Supermärkten an Land oder Sie bestellen vorab die Erstausrüstung beim Vermieter mit. Wer das Abendessen selbst fangen möchte, packt seine Angelausrüstung ein, einen Angelschein erhalten Sie vor Ort.

Kosten

Die Kosten für den Hausbooturlaub setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen und können von Anbieter zu Anbieter stark variieren. Ein Vergleich lohnt sich also.

Der Mietpreis bezieht sich bei den meisten Anbietern auf eine Woche. Im Mietpreis enthalten sollten Haftpflicht- und Kaskoversicherung (meist mit Selbstbeteiligung) sein. Ebenfalls inklusive ist eine zwei- bis drei-stündige Einweisung in die Technik und Ausstattung des Hausboots. Sie benötigen in den meisten Regionen in Europa keinen Bootsführerschein, sondern erwerben durch eine Einweisung einen (zeitlich befristeten) Charterschein.

Hinzu kommt  der Diesel-Treibstoff (ca. 100 bis 200 Euro pro Woche), wobei Sie in der Regel nicht nachtanken müssen. Die Abrechnung erfolgt nach Rückgabe des Bootes. Einige Vermieter, wie LeBoat, rechnen nach Fahrstunden ab.

An den Schleusen fallen kleine Nutzungsgebühren (ca. 1,50 Euro pro Schleuse) an. Beim Ankern in Marinas werden Liegekosten bzw. Anlegegebühren fällig. Diese können Sie reduzieren, indem Sie auch mal in einer Bucht oder auf dem See ankern – sofern Sie keinen Landstrom, Frischwasser oder Lebensmittel benötigen.

Frischwasser können Sie in der Regel kostenfrei in den Häfen und Liegeplätzen nachfüllen. Der Abwassertank wird nach Rückgabe geleert. Strom wird nach Verbrauch abgerechnet. Gas für den Herd und die Heizung ist bei vielen Vermietern inklusive.

Alle Vermieter verlangen eine Kaution ca. 500 bis 1000 Euro), die Sie in bar oder per Kreditkarte hinterlegen können und bei ordnungsgemäßer Rückgabe des Hausbootes zurückbekommen. Teilweise wird noch eine Pauschale für die Endreinigung fällig, falls Sie diese nicht selbst übernehmen möchten.

Rechnen Sie zudem mit Parkgebühren fürs Auto und Kosten für eine Überführung bei Einwegtouren.

Wer diese Tipps beachtet, wird einen wundervoll erholsamen Hausbooturlaub genießen. Und wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, lässt sich in einem spezialisierten Reisebüro beraten.

 

 

 

 

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